ENERGETIK-Cube
In den höchsten Regionen von Sachsen fallen im Winter die Temperaturen schon mal auf -30°C und
es werden Schneehöhen von 2,50m gemessen. Ist es denkbar hier ein Haus zu bauen, das nahezu
ausschließlich mit Sonnenwärmewärme betrieben wird?
15. August 2009:
In ca. 900m Höhe am Fuße des Fichtelberges,
Sachsens höchstem Berg, entsteht der neue
ENERGETIK-Cube.
An einem der sonnigen Südhänge von Oberwiesenthal
wird das innovative Konzept im ganz neuen, kubischen
Design - daher auch der Name - extremen
Witterungsbedingungen ausgesetzt sein.
20. Oktober 2009:
Es geht los! Das Fundament mit
Bewehrung wird hergerichtet.
15. November 2009:
Die erste von insgesamt drei
Etagen ist fertig.
29. November 2009:
Die Hanglage erfordert ingenieurtechnisches
Geschick. Die Außenwände, die in Sichtbeton
entstehen, werden zunächst verschalt.
12. Dezember 2009:
Das Wetter wird rauer, aber noch geht
der Bau gut voran.
15. Dezember 2009:
Beeindruckend der weite Blick zum Keilberg,
der sich auf der tschechischen Seite des
Erzgebirges befindet.


07. Februar 2010:
Der Winter hat Oberwiesenthal mittlerweile
fest im Griff. Planen schützen den Rohbau
vor den extremen Minusgraden. Der Bau
liegt wortwörtlich erst einmal auf Eis.
27. Februar 2010:
Es bleibt kalt – aber nicht zu kalt, um weiter
am ENERGETIK-Cube zu arbeiten. Der Platz
für die attraktive, fast 15m² große Glasfassade
nach Süden ist schon gut zu erkennen.
22. März 2010:
Heute geht es einen wichtigen Schritt voran:
der Langzeitsolarspeicher wird nach
Oberwiesenthal geliefert. In ihm wird später
die Sonnenwärme gespeichert.
01. April 2010:
Der Winter ist im Rückzug, sodass der
Bau des ENERGETIK-Cube weiter voran
geht und mittlerweile der Baukörper fast
fertig gestellt ist. Erstmals wird eine
Kombination aus Sichtbeton und massiver
Holzbauweise realisiert.
23. April 2010:
Der Rohbau zum ersten Ganzjahressolarhaus
in luftiger Höhe ist weitgehend fertig gestellt.
Petrus meint es gut, sodass es zum Richtfest
strahlenden Sonnenschein in Oberwiesenthal gibt.

12. Mai 2010:
Die Solarthermieanlage ist auf dem schräg
geneigten Dach des ENERGETIK-Cube montiert.
Beim Blick von der Seite ist das kubische Design
des "Würfels" besonders gut zu erkennen.
10. Juli 2010:
Das Gerüst ist gefallen und der ENERGETIK-
Cube fast fertig gestellt. Erstmals wurde die
Kombination aus Sichtbeton und massiver
Holzbauweise realisiert. In die Solarthermie-
anlage wurde zusätzlich ein hochmodernes
Fenstersystem integriert. Außerdem verfügt
das Gebäude an seiner Südseite über eine
attraktive 15m² große Glasfassade. Das Haus
im kubischen Design hat eine Stülpschalung
aus sägerauen, unbehandelten, einheimischen
Hölzern erhalten. Sie verleiht der Fassade einen
natürlichen Charakter und fügt sich harmonisch
in die reizvolle Landschaft des Erzgebirges ein.

11. Oktober 2010:
Die Aussenanlagen entwickeln sich.Trotz
erster Nachtfröste ist das Haus herrlich warm.
26. November 2010:
Der Winter hat wieder mit Schnee und Eis am Fichtelberg
Einzug gehalten. Die Aussichten auf sinkende Temperaturen
und weitere Schneefälle lassen vorweihnachtliche
Stimmung aufkommen. Der Speicher ist voller Sonnenwärme.
Sobald sich die Sonne wieder zeigt, wird wieder
kräftig nachgeladen, trotz -10° Außentemperatur.
Am Haus führt eine Loipe vorbei und die Abfahrtslifte
beginnen in den nächsten Tagen Ihren Dienst.
Ski und Rodel gut!

03. Dezember 2010:
Der reichliche Schnee macht den Bewohnern
des ENERGETIK-Cube nur außen zu schaffen.
Im Inneren liefert der Speicher zuverlässig Wärme.
Wenn die "Benutzer" es mögen, kann der
Kaminofen zusätzlich angezündet werden. Das hat
dann einen doppelten Effekt -
Kaminfeuer und zusätzliche Speicherbeladung.

27. Dezember 2010:
Der ENERGETIK-Cube bewährt sich mit seiner Solararchitektur
und dem Solarkonzept auch unter diesjährigen extremen
Winterverhältnissen. So sorgt das Haus für mehr Leistung
als die Ingenieure und Planer vorausberechnet haben.
Dies liegt zum einen an der seriösen Herangehensweise bei der Planung
und Dimensionierung, als auch bei den Reserven der
neu eingesetzten Baukomponenten. So konnten Temperaturen
von mehr als -20 °C und Schneehöhen von
derzeit bis zu 1,50 m ohne Probleme gemeistert werden.
